Die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten und Highlights
Die Kap-Halbinsel südlich von Kapstadt begeistert mit spektakulären Küsten, traumhaften Stränden und einer faszinierenden Tierwelt. Entlang der abwechslungsreichen Küstenroute wechseln sich charmante Orte, steile Felsküsten und weite Landschaften ab. Zu den Höhepunkten des Roadtrips zählen die Pinguine von Boulders Beach, die kurvenreiche Chapman’s Peak Drive sowie Cape Point und das Kap der Guten Hoffnung. Eine Rundfahrt über die Kap-Halbinsel gehört damit zu den schönsten Ausflügen rund um Kapstadt.
Faszinierendes Kapstadt
Kapstadt zählt zu den attraktivsten Städten auf dem afrikanischen Kontinent und beeindruckt mit der einzigartigen Lage zwischen Tafelberg und Atlantik. Die Stadt verbindet eine lebendige Kulturszene mit historischen Vierteln, modernen Sehenswürdigkeiten und abwechslungsreichen Stränden. Auch Feinschmecker kommen in Kapstadt auf ihre Kosten, dank der vielfältigen Gourmet- und Restaurantszene. Gleichzeitig bietet Kapstadt tolle Ausflugsmöglichkeiten entlang der Garden Route, in die umliegenden Weinregionen und auf die faszinierende Kap-Halbinsel.
Den Besuch von Kapstadt und den Ausflug auf den Tafelberg haben wir bereits in einem separaten Reiseblog beschrieben. Im Folgenden möchten wir dir den Roadtrip auf die Kap-Halbinsel und zu ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Highlights näher vorstellen.

Die Kap-Halbinsel im Überblick
Die Kap-Halbinsel erstreckt sich südlich von Kapstadt und ragt weit in den Atlantischen Ozean hinein. Von der Innenstadt Kapstadts bis zum Kap der Guten Hoffnung sind es rund 70 Kilometer. Sie wird im Westen vom offenen Atlantik und im Osten von der False Bay begrenzt.
Ihr Rückgrat bildet eine zerklüftete Berglandschaft, die vom Tafelberg im Norden bis zum Cape Point im Süden reicht. Steile Felsküsten, schmale Buchten, lange Sandstrände und felsige Landzungen prägen die abwechslungsreiche Landschaft. Im Süden geht die Halbinsel in das weitläufige Naturschutzgebiet rund um Cape Point über, dessen Landschaft von Bergen, Küsten und der typischen Vegetation im südlichen Afrika geprägt ist.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für die Kap-Halbinsel sind die Monate Oktober bis April, wenn meist warme und trockene Bedingungen herrschen. Besonders in den Sommermonaten Dezember bis Februar bietet sich die Region für eine Rundfahrt und Strandbesuche an, allerdings kann an der Atlantikküste ein kräftiger Wind wehen. März und April sind oft angenehm für Ausflüge, da die Temperaturen milder und die Besucherzahlen geringer sind.
Die Wintermonate von Juni bis August sind kühler und niederschlagsreicher, bieten aber ebenfalls sonnige Tage. Für Wanderungen und die Erkundung der Küstenlandschaft kann diese Zeit durchaus reizvoll sein. Im südafrikanischen Frühling, insbesondere August bis Oktober, verwandelt sich die Landschaft vielerorts in ein Blütenmeer und an der Küste lassen sich mit etwas Glück Wale beobachten.

Die Kap-Halbinsel bereisen
Organisierte Tour mit einem Guide
Wenn du nicht selbst fahren möchtest, kannst du Kap-Halbinsel im Rahmen einer geführten Tagestour erkunden. Da wir bei unserem ersten Besuch zeitlich sehr eingeschränkt sind, wählen wir diese Option.
Wir haben den Tagesausflug über GetYourGuide gebucht* und im Gegenuhrzeigersinn Highlights wie den Chapman’s Peak Drive, das Kap der Guten Hoffnung, den Cape Point Leuchtturm, den Strand Boulders Beach mit seinen Pinguinen und den National Botanic Gardens of Kirstenbosch besucht.
Roadtrip mit einem Mietwagen
Noch besser ist jedoch, einen Roadtrip mit einem Mietwagen zu unternehmen, weil du einfach viel flexibler bist. Somit kannst du den Besuch individuell gestalten und an Aussichtspunkten, Stränden und Küstenorten spontan anhalten. Wir empfehlen dir den Mietwagen bereits am Flughafen in Kapstadt in Empfang zu nehmen, dann bist du von Anfang an mobil und kannst die Reisepläne ganz nach deinem Gusto gestalten.
Wir buchen unseren Mietwagen jeweils bei Sunnycars* – schau dir die Angebote einfach mal an.
Rundtour auf der Kap-Halbinsel
Ein Roadtrip über die Kap-Halbinsel verbindet einige der schönsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten rund um Kapstadt. Entlang der Atlantikküste führt die Route über Hout Bay und die spektakuläre Chapman’s Peak Drive bis zum Cape Point und dem Kap der Guten Hoffnung. Auf der Rückfahrt im Osten der Halbinsel warten mit den Pinguinen von Boulders Beach, Simon’s Town, Kalk Bay und Muizenberg weitere besondere Stopps. Dabei hast du immer wieder einen wunderbaren Ausblick über die False Bay.
Wenn du mit deinem Mietwagen früh startest, kannst die wichtigsten Attraktionen bequem an einem Tag erleben. Auf einer geführten Tour zeigt dir dein Guide kompakt alle Highlights und du bist gleichentags wieder zurück in Kapstadt.
Kap-Halbinsel mit Übernachtung
Wenn du mehr Zeit für die Kap-Halbinsel einplanen möchtest, kannst du die Rundreise auf zwei Tage verteilen und eine Nacht vor Ort verbringen. So bleibt genügend Zeit, neben den großen Highlights auch kleinere Stopps, Wanderungen und die Küstenorte in Ruhe zu genießen.
Als Übernachtungsorte bieten sich insbesondere Simon’s Town, Kalk Bay oder Muizenberg an, die jeweils eine gute Ausgangslage für die weitere Fahrt entlang der False Bay bieten. Eine schöne Variante ist, am ersten Tag von Kapstadt über Hout Bay, Chapman’s Peak und Noordhoek bis zum Cape Point und Kap der Guten Hoffnung zu fahren und anschließend in Simon’s Town zu übernachten.
Am zweiten Tag geht es dann über Boulders Beach, Kalk Bay und Muizenberg zurück nach Kapstadt. Die zweitägige Variante ist besonders empfehlenswert, wenn du die Landschaft nicht nur im Vorbeifahren erleben, sondern auch Zeit für Spaziergänge, Strände und gemütliche Pausen einplanen möchtest.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Tafelberg und Table Mountain National Park
Der markante Tafelberg ist unbestritten eine der Top Attraktionen rund um Kapstadt. Er prägt die Silhouette Kapstadts und bildet zugleich den nördlichen Ausgangspunkt der Kap-Halbinsel. Auf dem Weg entlang der Peninsula bieten sich immer wieder beeindruckende Blicke auf das Wahrzeichen der Stadt.
Wir empfehlen dir jedoch den Besuch des Tafelbergs separat zu planen, da die Auffahrt mit der Seilbahn und insbesondere Wanderungen mehrere Stunden in Anspruch nehmen können. So bleibt nun ausreichend Zeit, die Highlights der Küstenroute entspannt zu erkunden.

Hout Bay und Duiker Island
Hout Bay liegt südlich von Kapstadt an einer von Bergen umgebenen Bucht und ist ein beliebter Ausgangspunkt für die Fahrt über die Kap-Halbinsel. Der lebhafte Hafen, der lange Sandstrand und die imposante Bergkulisse verleihen dem Ort seinen besonderen Charakter. Am Hafen finden sich Restaurants, Cafés und Märkte, ideal also, um sich auf den Roadtrip einzustimmen.
Von hier starten auch Ausflüge zur vorgelagerten Duiker Island, die für ihre große Robbenkolonie bekannt ist. Wenn du frühzeitig gestartet bist und genügend Zeit eingeplant hast, lässt sich die Insel gut ins Reiseprogramm integrieren. Die Bootsfahrt startet im Hafen von Hout Bay und dauert je nach Anbieter etwa 40–45 Minuten für Hin- und Rückfahrt. Dabei umrundet das Boot die kleine Insel und du kannst die dort lebenden Robben aus nächster Nähe beobachten. An Land von Duiker Island geht man dabei nicht.
Nach dem Besuch der Insel führt die Route von Hout Bay weiter über den spektakulären Chapman’s Peak Drive in Richtung Noordhoek.
Chapman’s Peak Drive
Der Chapman’s Peak Drive gehört zu den spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Die Route beginnt bei der malerischen Bucht von Hout Bay und windet sich dann auf 10 Kilometer der felsigen Küste entlang bis Noordhoek.
Bei den Aussichtspunkten erlebst du wunderschöne Ausblicke auf das Meer, die Buchten und die faszinierende Landschaft der Cape Peninsula. Auf dem Weg zum Kap der guten Hoffnung solltest du also unbedingt den Chapman’s Peak Drive wählen.
Strände von Noordhoek
Ein nächster Stopp könnte am naturbelassenen Strand von Noordhoek sein. Der rund acht Kilometer lange Noordhoek Beach wird von Bergen und Dünen eingerahmt und vermittelt ein Gefühl von Weite und Ruhe. Besonders schön ist ein Spaziergang am Strand, bei dem sich eindrucksvolle Ausblicke auf die Küstenlandschaft eröffnen. Auch Reiten am Strand gehört zu den beliebten Aktivitäten in Noordhoek.

Kap der Guten Hoffnung
Das Kap der Guten Hoffnung liegt am südwestlichen Ende der Kap-Halbinsel und gehört zum weitläufigen Cape of Good Hope Nature Reserve. Die Landschaft ist geprägt von zerklüfteten Felsen, steilen Klippen, einsamen Buchten und der für die Region typischen Vegetation. Besonders eindrucksvoll finden wir die raue Küste, an der die Wellen des Atlantiks auf die felsige Landzunge treffen und bei starkem Wind eine spektakuläre Kulisse schaffen. Das Kap hat etwas Magisches an sich, wie sich die Kräfte des Ozeans behaupten und die tosenden Wellen unaufhörlich auf die Klippen einschlagen. Nicht umsonst haben die Portugiesen den Ort ursprünglich »Cabo das Tormentas«, Kap der Stürme, getauft. Das Kap erhielt seinen neuen Namen vom portugiesischen König, weil die Umsegelung Hoffnung auf den Seeweg nach Indien weckte.
Das bekannte Schild am Kap ist ein beliebtes Fotomotiv und erinnert daran, dass sich hier der südwestlichste Punkt Afrikas befindet – nicht jedoch der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents. Dieser liegt etwa 150 km weiter östlich beim Cape Agulhas. Bei uns läuft ein afrikanischer Strauß genau am Schild vorbei und ist das viel bessere Sujet als wir selbst.
Im Schutzgebiet leben zahlreiche weitere Tierarten, darunter Paviane, Antilopen und verschiedene Vogelarten. Mit etwas Glück lassen sich entlang der Küste auch Wale beobachten.
Bei unserer Ankunft tummeln sich einige Paviane hier am Kap der Guten Hoffnung. Es sind kräftige Tiere mit einem graubraunen Fell, einem charakteristischen langen Schwanz und einem auffällig roten Hintern. Sie scheinen sehr geschickt und können sich bei der Nahrungssuche sowohl am Boden als auch in felsigem Gelände bewegen. Paviane wirken zwar zutraulich, sind aber wild und sollten nicht gefüttert oder aus nächster Nähe bedrängt werden.
Verschiedene Wanderwege führen durch die abwechslungsreiche Landschaft und bieten immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Felsen. Wenn du weniger Zeit hast, kannst du die wichtigsten Aussichtspunkte auch mit dem Auto erreichen und das Kap mit Cape Point verbinden.
Cape Point
Zwei Kilometer weiter östlich liegt Cape Point, also die Spitze des Kaps. Es gehört ebenfalls zum Cape of Good Hope Nature Reserve. Cape Point wird häufig mit dem Kap der Guten Hoffnung verwechselt, tatsächlich handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Punkte innerhalb des Naturschutzgebiets.
Cape Point ist berühmt für seinen Meerblick und den Leuchtturm am scheinbaren Ende der Welt. Die Klippen thronen mehr als 200 m über dem Meeresspiegel. Sie bieten den perfekten Aussichtspunkt für Wale, die du zwischen Mai und November beobachten kannst. Delfine siehst du mit etwas Glück das ganze Jahr über.
Simon’s Town und Boulders Beach
Auf dem Roadtrip rund um die Kap-Halbinsel lohnt sich ein Zwischenstopp in Simon’s Town (mehr Infos). Der Ort liegt an der False Bay und zählt mit seinen historischen Gebäuden, der hübschen Uferpromenade und dem kleinen Hafen zu den charmantesten Orten der Cape Peninsula. Schlendere entlang der mit Kopfstein gepflasterten St. George Street mit ihren bis 150 Jahre alten Gebäuden. Hier befinden sich auch Cottages, Cafés und das historische Simon’s Town Museum.
Am Strand von Boulders Beach findest du die süßen afrikanischen Brillenpinguine, die am weitesten nördlich lebenden Pinguine der Welt. Über Holzstege kannst du die Pinguinkolonie aus nächster Nähe sehen, ohne die Tiere zu stören. Besonders schön ist der Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn weniger Besucher unterwegs sind und die Pinguine häufig am Strand oder im Wasser zu sehen sind.
Fischerdorf Kalk Bay
Kalk Bay liegt an der False Bay und ist für seine bunten historischen Häuser, kleinen Geschäfte und den lebhaften Fischerhafen bekannt. Entlang der Main Road reihen sich Cafés, Restaurants und individuelle Läden aneinander, während am Hafen frischer Fisch und die traditionellen Fischerboote für maritimes Flair sorgen. Der Ort eignet sich ideal für eine entspannte Kaffeepause auf der Fahrt über die Kap-Halbinsel.
Strand von Muizenberg
Muizenberg liegt ebenfalls an der False Bay und besticht durch seinen langen Sandstrand und die farbenfrohen historischen Badehäuschen. Der Küstenort gilt als einer der beliebtesten Surfspots rund um Kapstadt und zieht sowohl erfahrene Surfer als auch Anfänger an.
Entlang des Strandes und der Surfer’s Corner gibt es Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte, die dem Ort eine entspannte Atmosphäre verleihen. Besonders schön ist ein Spaziergang an der Promenade mit Blick auf die weite Bucht und die umliegenden Berge.
Kirstenbosch National Botanical Garden
Der Botanische Garten von Kirstebosch (www.sanbi.org) befindet sich am Osthang des Tafelbergs. Er wird oft als der schönste Garten und Highlight in Afrika bezeichnet, mit herrlichen Aussichten und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. Spektakulär ist der Gehweg »The Boomslang«, eine elegant gebogene Stahl- und Holzbrücke, die sich durch und über die Bäume des Parks windet.
Touren und Ausflüge rund um Kapstadt
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen die Chapman’s Peak Drive, Cape Point, das Kap der Guten Hoffnung und Boulders Beach mit seiner berühmten Pinguinkolonie. Auch Hout Bay, Simon’s Town, Kalk Bay und die Strände von Noordhoek und Muizenberg sind beliebte Stopps entlang der Route.
Das Kap der Guten Hoffnung liegt am südwestlichen Ende der Kap-Halbinsel, etwa 70 Kilometer südlich von Kapstadt. Es gehört zum Cape of Good Hope Nature Reserve.
Das Kap erhielt seinen Namen von portugiesischen Seefahrern, weil seine Umsegelung Hoffnung auf den Seeweg nach Indien weckte. Zuvor war es wegen der schwierigen Bedingungen als »Kap der Stürme« bekannt.
Ein Mietwagen* ist für die Kap-Halbinsel nicht zwingend erforderlich, bietet aber die größte Flexibilität und erleichtert es, die vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Küste individuell zu erkunden. Wer nicht selbst fahren möchte, kann die Halbinsel auch im Rahmen einer organisierten Tour besuchen*
Ja, die Kap-Halbinsel lässt sich gut als Tagesausflug von Kapstadt erkunden. Bei einem frühen Start kannst du alle Top Highlights besichtigen.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein ganzer Tag aus, wenn du früh startest und die Route gut planst. Wer die Landschaft entspannter genießen und zusätzliche Stopps oder Wanderungen einbauen möchte, sollte zwei Tage mit einer Übernachtung einplanen.
Eine empfehlenswerte Route führt gegen den Uhrzeigersinn von Kapstadt über Hout Bay und die Chapman’s Peak Drive nach Noordhoek und weiter zum Cape Point und Kap der Guten Hoffnung. Auf der Rückfahrt geht es über Boulders Beach, Simon’s Town, Kalk Bay und Muizenberg zurück nach Kapstadt.
Für eine Übernachtung auf der Kap-Halbinsel bieten sich vor allem Simon’s Town, Kalk Bay, Muizenberg und Noordhoek an. Simon’s Town eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt für Cape Point und Boulders Beach, während Kalk Bay und Muizenberg mit Restaurants, Cafés und Strandleben punkten.
Die Pinguine auf der Kap-Halbinsel kannst du am besten bei Boulders Beach in Simon’s Town beobachten. Dort lebt eine große Kolonie Afrikanischer Pinguine.
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