Zwischen Meer, Felsen und bunten Häusern
Bunte Häuser, steile Felsklippen und das tiefblaue ligurische Meer machen die Cinque Terre zu einem der schönsten Reiseziele Italiens. Die fünf malerischen Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore begeistern mit einer einzigartigen Atmosphäre und traumhaften Ausblicken. Eine Wanderung entlang der Küste bereichert dein Reiseabenteuer in Italien.
Wie heißen die fünf Orte der Cinque Terre?
Die Cinque Terre an der ligurischen Küste in Italien bestehen aus fünf historischen Dörfern, die malerisch auf den Klippen über dem Meer liegen. Hier sind die fünf Orte, gelistet von Norden gegen Süden:
- Monterosso al Mare: das größte Dorf mit dem längsten Sandstrand der Cinque Terre
- Vernazza: bekannt für seinen kleinen Naturhafen und die farbenfrohen Häuser
- Corniglia: das einzige Dorf, das nicht direkt am Meer liegt, sondern auf einem Felsenplateau
- Manarola: berühmt für seine spektakuläre Lage und die bunten Häuser am Felsen
- Riomaggiore: das südlichste Dorf mit einem charakteristischen kleinen Hafen

Welche Orte sollte man besuchen? Welches ist der schönste Ort?
In den Cinque Terre sind die Dörfer selbst die Hauptattraktion. Der Reiz liegt weniger in klassischen Sehenswürdigkeiten oder großen Bauwerken, sondern in dem Gesamtbild aus Lage, Architektur und Atmosphäre. Das, was du überall findest, sind enge Gassen, steile Treppen, dicht gestapelte bunte Häuser und kleine Häfen oder Aussichtspunkte.
Wenn du nur wenig Zeit hast, konzentriere dich in den Cinque Terre am besten auf zwei bis drei Orte, die den typischen Charakter der Region besonders gut zeigen.
Sehr empfehlenswert ist Vernazza, weil es für viele als das schönste Dorf der Cinque Terre gilt. Der kleine Naturhafen, die steilen Gassen und die bunten Häuser direkt am Wasser vermitteln genau dieses klassische Postkartenbild.
Ebenso lohnt sich Manarola. Der Ort ist extrem fotogen, besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Häuser im warmen Licht über dem Felsen zu leuchten scheinen.
Wenn du noch Zeit für einen dritten Ort hast, ist Monterosso al Mare eine gute Ergänzung. Hier findest du den größten Strand der Region, was ihn etwas entspannter und weniger steil macht als die anderen Dörfer.
Riomaggiore ist ebenfalls sehenswert, wirkt aber sehr ähnlich wie Manarola, weshalb viele bei wenig Zeit eher eines von beiden wählen. Corniglia liegt nicht direkt am Meer, ist zwar landschaftlich schön und ruhiger, aber aufgrund der Lage etwas umständlicher zu erreichen.

Cinque Terre Nationalpark und UNESCO-Welterbe
Die Cinque Terre sind Teil des Parco Nazionale Cinque Terre (PN5T), dem kleinsten Nationalpark Italiens. Er wurde 1999 gegründet, um die einzigartige Küstenlandschaft mit ihren steilen Felsen und den fünf historischen Dörfern zu bewahren. Zum Schutzgebiet gehören auch die umliegenden Wanderwege, Olivenhaine und die jahrhundertealten Weinbergterrassen.
Außerdem gilt die Kulturlandschaft der Cinque Terre seit 1997 als UNESCO-Welterbe. Ausgezeichnet wurde die Region, weil sie ein außergewöhnliches Beispiel dafür ist, wie Menschen über Jahrhunderte eine steile Küstenlandschaft nachhaltig bewirtschaftet und geprägt haben.

Wann ist die beste Zeit für Cinque Terre?
- April bis Juni: Beste Zeit für Wanderungen und Sightseeing
- Juli und August: Perfekt zum Baden, aber sehr voll
- September und Oktober: Angenehme Temperaturen und weniger Besucher
- November bis März: Ruhige Atmosphäre, aber eingeschränktes touristisches Angebot
Die beste Reisezeit für die Cinque Terre National Park ist von April bis Juni sowie von September bis Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und die Besucherzahlen sind deutlich geringer als im Hochsommer. Das Wetter eignet sich ideal zum Wandern, für Bootsfahrten und zum Erkunden der Dörfer.
Im Frühling blühen die Terrassen und Gärten entlang der Küste. Die Temperaturen liegen meist zwischen 15 und 25 Grad. Die Sicht ist oft klar, und die Wanderwege bieten herrliche Ausblicke auf das Meer.
Der Sommer von Juli bis August bringt viel Sonne und warme Badetemperaturen. Gleichzeitig ist dies die Hauptreisezeit. Die Dörfer, Züge und Strände sind häufig sehr voll, und die Temperaturen steigen oft über 30 Grad. Wenn du in dieser Zeit reist, solltest du früh am Morgen oder am Abend unterwegs sein.
Der Herbst zählt ebenfalls zu den schönsten Jahreszeiten. Das Meer ist noch angenehm warm, die Weinberge färben sich langsam goldgelb und die Atmosphäre wird ruhiger. Besonders im September herrschen oft ideale Bedingungen für einen Besuch.
Auch der Winter hat seinen Reiz. Die Dörfer sind deutlich ruhiger und authentischer. Viele Restaurants, Hotels und Bootslinien haben jedoch eingeschränkte Öffnungszeiten, und einige Wanderwege können wetterbedingt gesperrt sein.

Wie kommt man in die Cinque Terre?
Die Anreise in die Cinque Terre mit der Bahn ist unkompliziert. Die meisten Besucher reisen mit dem Zug an, da alle fünf Orte über die Bahnlinie zwischen Genua und La Spezia miteinander verbunden sind.
Wenn du mit Auto anreisen möchtest, empfehlen wir dir unbedingt eine der umliegenden Städte wie Levanto oder La Spezia als Ausgangspunkte zu wählen und dir dort ein Hotel mit Parkplatz zu buchen. Für die Erkundung der Cinque Terre nimmst du dann besser den Zug.

Wie besucht man die fünf Dörfer am besten?
- Zug: Unsere Empfehlung ist klar die Bahn, für uns die beste Art, die fünf Dörfer der Cinque Terre zu besuchen. Die Bahnhöfe liegen direkt in den Ortszentren, und die Regionalzüge verbinden alle fünf Dörfer in wenigen Minuten. So kannst du flexibel aussteigen, die Orte erkunden und anschließend mit dem nächsten Zug weiterfahren. Die Fahrzeit zwischen den Dörfern beträgt nur wenige Minuten. Der Regionalzug verkehrt ca. alle 15-30 Minuten, also sehr regelmäßig.
- Auto: Ein eigenes Fahrzeug ist dagegen nicht zu empfehlen. Die Dörfer sind weitgehend autofrei, Parkplätze sind knapp und teuer, und die Zufahrtsstraßen sind schmal und kurvenreich.
- Boot: Eine Bootstour ist eine tolle Möglichkeit, die Cinque Terre aus einer anderen Perspektive zu erleben. Vom Wasser aus kommen die bunten Häuser und die steilen Felsen besonders gut zur Geltung. Allerdings halten die Ausflugsboote nicht immer in allen fünf Dörfern und verkehren nur bei guten Wetterbedingungen. Kläre dies unbedingt ab, bevor du ein Boot buchst.
Besuch mit dem Zug: Cinque Terre Treno MS Card
Wer die Cinque Terre mit dem Zug erkunden möchte, hat zwei Möglichkeiten: Einzeltickets für jede Strecke oder die Cinque Terre Treno MS Card. Einzeltickets eignen sich vor allem, wenn du nur ein oder zwei Dörfer besuchen möchtest.
Sobald du drei und mehr Dörfer erleben möchtest, empfehlen wir dir den Kauf der Cinque Terre Treno MS Card. Die Bahnkarte ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit den Regionalzügen (nicht aber Intercityzüge) zwischen Levanto (im Norden), den fünf Dörfern der Cinque Terre und La Spezia (im Süden).
Außerdem beinhaltet die Karte auch den Zugang zu den kostenpflichtigen Wanderwegen des Nationalparks sowie weitere Leistungen wie die Nutzung der Parkbusse innerhalb des Schutzgebiets, beispielsweise die Strecke hoch ins Bergdorf Corniglia.
Die Bahnkarte kann spontan vor Ort gekauft werden, beispielsweise an den Bahnhöfen in Levanto und La Spezia und an verschiedenen Infopoints. Noch einfacher buchst du die Bahnkarte jedoch online über die Website des Nationalparks oder bei Trenitalia.
- Preis Tageskarte: ab 17 Euro bis 35 Euro
- Preis für 2 Tage: ab 29 Euro bis 62 Euro
Preise variieren in der Nebensaison oder Hauptreisezeit, inklusive gewisse Wochenenden und Feiertage. Es gibt vier verschiedene Abstufungen und Preiskategorien.

Wandern im Cinque-Terre-Nationalpark
Der Cinque-Terre-Nationalpark ist fantastisch zum Wandern: Küstenwege verbinden die fünf berühmten Dörfer, oft mit spektakulären Ausblicken auf das Ligurische Meer. Wegen häufiger Wegsperrungen und saisonaler Regeln lohnt sich aber ein Blick auf den aktuellen Status vor Ort.
Die 3 schönsten Wanderungen in den Cinque Terre
1. Vernazza – Monterosso
Der Wanderweg von Vernazza nach Monterosso gilt als die schönste Route in der Cinque Terre. Anfänglich erhältst du einen spektakulären Blick zurück auf Vernazza und die umliegende mediterrane Landschaft. Wir berichten weiter unten über unsere Erfahrung.
2. Manarola – Volastra – Corniglia
Eine abwechslungsreiche Wanderung durch Weinberge, Olivenhaine und terrassierte Landschaften hoch über dem Meer. Weniger überlaufen als der klassische Küstenweg und ideal, wenn du die ruhigere Seite der Cinque Terre erleben möchtest.
3. Riomaggiore – Portovenere
Die längste und anspruchsvollste der drei Wanderungen und dazu landschaftlich besonders eindrucksvoll. Der Weg führt durch ursprüngliche Natur und kleine Dörfer bis zum spektakulär gelegenen Portovenere. Ein echtes Highlight für geübte Wanderer.

Unsere Erfahrung auf dem Wanderweg von Vernazza nach Monterosso
- Distanz: ca. 3,5–4 km
- Wanderzeit: ca. 2–2,5 Stunden ohne längere Pausen
- Schwierigkeit: mittelschwer
- Höhenmeter: ca. 250–300 m
- Charakter: Viele Steinstufen, schmale und teilweise steile Wege
- Unser Tipp: Früh am Morgen starten und nach der Wanderung in Monterosso am Strand entspannen.
Ob der Wanderweg von Vernazza nach Monterrosso al Mare wirklich die schönste Route ist, können wir nicht beurteilen. Wir kennen nur diesen Abschnitt, können die Tour aber jedenfalls wärmstens empfehlen. Wie uns anderer Wanderer berichtet haben, ist diese Gehrichtung angenehmer als umgekehrt von Monterosso nach Vernazza.
Frühmorgens fahren wir mit dem Zug nach Vernazza. Schon bei der Ankunft ist klar, warum dieses kleine Dorf zu den beliebtesten Orten der Cinque Terre gehört. Die bunten Häuser schmiegen sich an den Hang, unten liegt der kleine Hafen, und über allem erhebt sich der alte Turm.

Zuallererst genießen wir einen Kaffee, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Dann geht es los und zwar aufwärts, viel aufwärts. Wir merken schnell, dass wir diese Wanderung nicht unterschätzen sollten. Obwohl die Strecke nach Monterosso nur wenige Kilometer lang ist, geht es zunächst ziemlich steil nach oben. Die Stufen sind teilweise unregelmäßig, der Weg ist schmal, und besonders an warmen Tagen wie heute, kommt man schnell ins Schwitzen.
Wir drehen uns immer wieder um und schauen zurück auf Vernazza. Mit jedem Schritt nach oben wird der Blick spektakulärer. Unter uns liegt das Dorf mit seinem kleinen Hafen, den bunten Häusern und dem tiefblauen Meer. Wir bleiben mehrmals stehen – einerseits um Fotos zu machen, aber ehrlich gesagt auch, um kurz zu verschnaufen.
Nach dem ersten längeren Anstieg wird die Wanderung etwas entspannter. Der Weg führt durch die typische Landschaft der Cinque Terre: vorbei an Olivenbäumen, Weinbergen und terrassierten Hängen. Immer wieder öffnet sich der Blick auf das Mittelmeer. An manchen Stellen wandern wir direkt oberhalb der steilen Küste und können weit über das Meer schauen.

Gerade das macht diese Wanderung für uns so besonders. Es ist nicht einfach nur ein Weg von einem Dorf zum nächsten. Die Landschaft verändert sich ständig. Mal laufen wir durch schattigere Abschnitte zwischen Bäumen, dann wieder über offene Hänge mit freiem Blick auf die Küste. Hinter jeder Kurve scheint eine neue Aussicht zu warten.
Langsam aber sicher nähern wir uns Monterosso und ein längerer Abstieg beginnt. Nun verstehen wir auch, warum viele Wanderer empfehlen, die Strecke von Vernazza nach Monterosso zu gehen. Die Treppen sind teilweise ziemlich steil und lang. Wir können uns gut vorstellen, wie viel mühsamer es wäre, diese Abschnitte in der Gegenrichtung hinaufzugehen.
Nach rund zwei Stunden auf dem Wanderweg ist der erste Blick auf Monterosso al Mare ein großartiger Moment. Vor uns liegen die Häuser des Ortes, dahinter das Meer, und wir erkennen bereits den Strand.
Der letzte Abschnitt führt uns schließlich hinunter in den Ort. Nach den vielen Stufen fühlt sich der ebene Boden fast ungewohnt an. Wir sind doch etwas erschöpft, total verschwitzt und haben definitiv riesigen Durst. Der Strand hier ist zwar völlig überlaufen, aber trotzdem ideal, um sich im Meer abzukühlen und sich von der Anstrengung zu erholen.

Die fünf Dörfer der Cinque Terre
1. Monterosso al Mare
Monterosso al Mare ist das nördlichste und größte der fünf Cinque-Terre-Dörfer. Du findest hier die beste Infrastruktur und die meisten Unterkünfte. Der Ort ist deutlich flacher gebaut als die anderen Dörfer. Dadurch wirkt er offener und einfacher zu erkunden.
Monterosso ist in zwei Bereiche geteilt. Die Altstadt liegt östlich und ist geprägt von engen Gassen, kleinen Geschäften und Restaurants. Hier spürt man noch den historischen Charakter eines traditionellen Fischerdorfes. Der neue Teil liegt westlich und hat eine lange Strandpromenade mit Hotels, Cafés und dem größten Sandstrand der Cinque Terre. Der Strand ist eines der wichtigsten Merkmale des Ortes. Er macht Monterosso besonders attraktiv, wenn du neben Sightseeing auch Zeit am Meer verbringen möchtest.
Oberhalb der Küste führen Wege zu Aussichtspunkten in den Hügeln. Von dort hast du weite Blicke über das Meer und die zerklüftete Küste der Cinque Terre. Sehr empfehlenswert ist die Wanderung von Monterosso nach Vernazza, einem der schönsten Abschnitte des Wanderwegs entlang der ligurischen Küste.

2. Vernazza
Vernazza gilt als eines der schönsten Dörfer der Cinque Terre und liegt malerisch zwischen steilen Felsen direkt am Meer. Der kleine Naturhafen ist das Herz des Ortes und wird von farbenfrohen Häusern eingerahmt, die sich dicht an den Hang schmiegen.
Das Dorf hat eine sehr kompakte Struktur mit engen Gassen, Treppen und kleinen Plätzen. Besonders auffällig ist der zentrale Platz am Wasser, der direkt in den Hafen übergeht. Auch die Kirche Santa Margherita d’Antiochia direkt am Meer gehört zu den markanten Punkten des Ortes. Das Dorf wirkt lebendig, aber gleichzeitig typisch ligurisch und ursprünglich. All das macht Vernazza zum wohl fotogensten Ort der Region.

3. Corniglia
Corniglia ist das kleinste und ruhigste der fünf Cinque-Terre-Dörfer. Es ist das einzige, welches nicht direkt am Meer liegt, sondern auf einem hohen Felsplateau über der Küste. Dadurch hat der Ort eine besondere Lage mit weitem Blick über das Meer und die umliegenden Hänge. Besonders schön ist die Aussicht von der Terrasse Santa Maria, von der aus man die gesamte Küstenlinie der Cinque Terre sehen kann.
Vom Bahnhof aus erreichst du den Ortskern über rund 380 Stufen. Der Aufstieg dauert je nach Tempo etwa 15 bis 20 Minuten. In den heißen Sommermonaten kann dies recht anstrengend sein. Nur gut verkehrt zwischen dem Bahnhof und dem Dorfzentrum ein Shuttlebus. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Mit der Cinque Terre Treno MS Card ist die Nutzung des Shuttlebusses inklusive.
Wenn du nicht so viel Zeit hast für die Erkundung der Cinque Terre, würden wir Corniglia auslassen. Obwohl die Abgeschiedenheit hoch über der Küste seinen Reiz hat, ist der Ort für uns der am wenigsten attraktive.

4. Manarola
Manarola hat uns ungemein gut gefallen. Der Ort liegt spektakulär auf einem Felsen über dem Meer und wirkt wie eine Ansammlung bunter Häuser, die direkt aus dem Stein herausgewachsen sind. Das Dorf ist sehr kompakt und besteht aus einer Hauptstraße, die sich vom Bahnhof bis hinunter zum kleinen Hafen zieht. Enge Gassen, steile Treppen und Aussichtspunkte prägen das Ortsbild. Alles wirkt dicht, vertikal und sehr typisch für die ligurische Küste.
Der kleine Naturhafen ist einfach, aber sehr stimmungsvoll. Hier liegen kleine Fischerboote und Ausflugsboote. Schwimmen ist in den Felsen möglich, allerdings ohne klassischen Strand. Wenn du in nördliche Richtung der Küste entlang spazierst, kommt du zu einem weiteren tollen Badespot.
Unser Tipp ist das Restaurant Nessun Dorma mit der spektakulären Terrasse mit Blick auf den Ortskern von Manarola und das Meer. Serviert werden ligurische Spezialitäten, Bruschetta, regionale Weine, Aperitifs und Cocktails. Besonders bei Sonnenuntergang ist das Ambiente einzigartig und unvergesslich.

5. Riomaggiore
Nun kommen wir zum Cinque, also zum fünften Dorf. Riomaggiore ist das südlichste oder das erste Dorf, wenn du aus der Richtung von La Spezia kommst. Der Ort liegt steil in einem engen Tal, das sich zum Meer hin öffnet. Das Dorf besteht aus einer schmalen Hauptstraße, der Via Colombo, die sich vom Bahnhof bis hinunter zum kleinen Hafen zieht. Entlang dieser Straße reihen sich Häuser, kleine Läden, Cafés und Restaurants dicht aneinander. Die Gassen sind steil und verwinkelt.
Am südlichen Ende des Dorfes befindet sich ein kleiner Kieselstrand. Das klare Wasser und die von steilen Felsen umgebene Bucht machen das Schwimmen hier zu was ganz Besonderem.
Für einen Drink nach dem erfrischenden Bad im Meer, anerbietet sich die Bar La Conchiglia. Sie liegt direkt an der Strandpromenade von Riomaggiore und bietet einen schönen Blick auf die Küstenlandschaft.

Cinque Terre Reiseinformationen und Reisetipps
Anreise und Weiterreise
Bahnreise vom Norden
Wenn du aus dem Norden anreist, sind Mailand und Genua die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte. Von Mailand gibt es direkte Intercity-Züge nach Monterosso, dem nördlichsten Dorf der Cinque Terre. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden und ist die bequemste Verbindung ohne Umsteigen.
Zwischen Genua und den Cinque Terre gibt es den ganzen Tag über regelmäßige Zugverbindungen. Du musst normalerweise nicht lange im Voraus planen. Die Strecke wird von Regionalzügen und Intercity-Zügen bedient. Viele Verbindungen fahren mindestens stündlich, teilweise sogar häufiger. Die Regionalzüge halten grundsätzlich in allen fünf Dörfern.
Bahnreise vom Süden
Wenn du von Süden anreist, ist die Stadt La Spezia der wichtigste Zugangspunkt. Fernzüge aus Parma, Pisa, Florenz oder Rom fahren hierher. In La Spezia steigst du in die Regionalzüge der Cinque Terre um. Der erste Ort, den du weiter nördlich erreichst ist Riomaggiore.

Hotels und Unterkünfte in La Spezia
Sehr authentisch ist natürlich eine Übernachtung in einem der fünf Orte selbst, zum Beispiel in Vernazza oder Manarola. Eine gute Wahl ist auch Monterosso al Mare, weil es das einzige Dorf mit richtigem Strand und etwas mehr Platz ist. Somit bist du mitten im Geschehen, kannst abends durch ruhige Gassen laufen, wenn die Tagesgäste weg sind, und hast dieses typische Dorfgefühl direkt vor der Tür. Der Nachteil ist, dass die Unterkünfte klein, oft teuer und schnell ausgebucht sind.
Etwas entspannter und oft praktischer ist eine Übernachtung in La Spezia. Die Stadt ist deutlich größer, bietet mehr Hotels, Restaurants und bessere Preise. Gleichzeitig bist du mit dem Zug in wenigen Minuten in der Cinque Terre. Wir haben uns deshalb für ein Hotel in La Spezia entschieden.
- Budget | Hostel Costello*
Das kleine, moderne Hostel liegt zentral und nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Die Unterkunft ist zwar nicht ganz billig und positioniert sich als Premium-Hostel, doch bietet das Costello sehr geräumige und saubere Mehrbettzimmer und ist bestimmt eine gute Wahl, mit überragenden Bewertungen auf booking.com. - Mittelklasse | Hotel Firenze e Continentale*
Das Hotel Firenze e Continentale ist ein klassisches, gut ausgestattetes Stadthotel in einem historischen Gebäude direkt beim Bahnhof. Es bietet komfortable Zimmer mit moderner Ausstattung und ist besonders praktisch für Ausflüge in die Cinque Terre.

Aktivitäten, Touren und Ausflüge
Monterosso | Cinque Terre Tagestour mit dem Boot*
Diese Bootstour führt von Monterosso al Mare entlang der spektakulären Küste der Cinque Terre und bietet beeindruckende Ausblicke auf die fünf malerischen Dörfer vom Wasser aus. Unterwegs legt das Boot einen Badestopp in einer geschützten Bucht ein, wo du im kristallklaren Meer schwimmen oder schnorcheln kannst. An Bord werden ein ligurischer Aperitif mit Focaccia sowie Getränke serviert, während der Skipper interessante Informationen über die Region vermittelt.
La Spezia | Cinque Terre Tour mit dem Boot*
Die ganztägige Bootstour startet morgens im Hafen von La Spezia und führt entlang der Küste der Cinque Terre mit herrlichen Ausblicken auf Weinbergterrassen, bunte Dörfer und steile Felsklippen. In den Orten hast du freie Zeit, um durch die Gassen zu schlendern, zu essen, lokale Weine zu probieren oder am Meer zu entspannen. Am späten Nachmittag kehrt das Schiff nach La Spezia zurück.
La Spezia | Landausflug nach Cinque Terre mit dem Zug*
Der Tagesausflug ab La Spezia führt mit dem Zug zu vier der schönsten Dörfer der Cinque Terre: Riomaggiore, Manarola, Vernazza und Monterosso al Mare. In jedem Ort steht ausreichend Freizeit zur Verfügung, um die Gassen, Häfen, Aussichtspunkte und Strände individuell zu erkunden. Begleitet von einem Reiseleiter erfährst du mehr über die Geschichte und Kultur der Region. Im Preis enthalten sind die Zugtickets, die Cinque-Terre-Card und der Eintritt in den Nationalpark.
Florenz | Tagestour in die Cinque Terre*
Die ganztägige Tour startet in Florenz und führt per Bus nach La Spezia. Von gehts mit dem Zug und – je nach Wetter und Jahreszeit – auch per Boot in die Cinque Terre. Je nach gebuchter Variante ist entweder eine geführte Wanderung zwischen zwei Dörfern enthalten oder alternativ ein Abstecher nach Pisa mit Besuch des berühmten Schiefen Turms vorgesehen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Von Norden nach Süden sind dies Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter und begeistert mit bunten Häusern, engen Gassen und spektakulären Ausblicken auf das Mittelmeer.
Eine klare Antwort gibt es nicht, weil jeder Ort einen anderen Charakter hat. Trotzdem wird Vernazza oft als das schönste Dorf der Cinque Terre bezeichnet. Manarola ist ebenfalls extrem beliebt.
Die Cinque Terre sind ein Paradebeispiel für Massentourismus. Die Region ist gewissermaßen ein Opfer ihrer eigenen Schönheit und weltweiten Bekanntheit geworden. Vor allem in den Sommermonaten strömen täglich Tausende Besucher in die kleinen Dörfer. Wer die Cinque Terre etwas ruhiger erleben möchte, sollte möglichst außerhalb der Hauptsaison oder früh am Morgen unterwegs sein.
Die beste Zeit für die Cinque Terre ist von April bis Juni sowie von September bis Oktober, wenn das Wetter angenehm ist und es deutlich weniger Besucher gibt. Im Sommer ist es sehr heiß und überfüllt.
Du kannst mit dem Auto oder der Bahn anreisen. Doch zur Erkundung der fünf Dörfer empfehlen wir ganz klar den Zug, da die fünf Dörfer direkt an der Bahnlinie liegen und sich die Bahnhöfe zentral in den Orten befinden.
Ja, theoretisch reicht ein Tagesausflug. Die Dörfer sind winzig und die Fahrzeiten zwischen den Bahnhöfen betragen nur wenige Minuten. Zudem stellt sich die Frage, ob du überhaupt alle Dörfer besuchen möchtest.
Die bequemste und schnellste Möglichkeit ist der Regionalzug. Er verbindet alle fünf Dörfer in wenigen Minuten und die Bahnhöfe liegen direkt im Ortszentrum. Alternativ verkehren zwischen Frühjahr und Herbst Ausflugsboote.
Ja, wenn du mehrere Dörfer an einem Tag besuchen oder auf den kostenpflichtigen Wanderwegen unterwegs sein möchtest. Die Karte beinhaltet unbegrenzte Fahrten mit den Regionalzügen zwischen Levanto und La Spezia sowie den Zugang zu den kostenpflichtigen Wanderwegen des Nationalparks.
Ja, das ist mit dem Zug problemlos möglich. Allerdings bleibt dann nur wenig Zeit für die einzelnen Orte. Empfehlenswerter ist es, drei oder vier Dörfer in Ruhe zu erkunden und die besondere Atmosphäre zu genießen.
Wer mitten im Geschehen wohnen möchte, übernachtet direkt in einem der fünf Dörfer. Besonders beliebt sind Vernazza, Manarola und Monterosso al Mare. Eine preisgünstigere und gut angebundene Alternative ist La Spezia, von wo aus alle Dörfer bequem mit dem Zug erreichbar sind.
Für einen ersten Besuch reicht ein Tagesausflug aus, um die schönsten Dörfer kennenzulernen. Ideal sind jedoch zwei bis drei Tage. So bleibt genügend Zeit für Wanderungen, Bootsfahrten, Restaurantbesuche und entspannte Stunden am Meer.

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