Kapverden – Inselarchipel zwischen Afrika und Brasilien
Westafrika
Kapverdische Inseln weit draußen im Atlantik
Die Kapverden (Cabo Verde) bestehen aus einer Ansammlung von rund zehn größeren Inseln und einigen Eilanden im Atlantik vor der Westküste Afrikas. Angesichts ihrer vielfältigen Attraktionen und dem unbestrittenen Potenzial als Outdoor-Mekka zum Wandern, Mountainbiken, Surfen und Kiten, ist das Reiseziel überraschend wenig bekannt.
Geografie und Lage der Kapverden
Die Kapverdischen Inseln (Cabo Verde) gehören geografische zu Afrika und liegen im zentralen Atlantischen Ozean, etwa 450 bis 600 Kilometer westlich der westafrikanischen Küste Senegals. Sie bilden einen vulkanischen Archipel aus insgesamt 15 Inseln, 10 Hauptinseln plus 5 kleinere, unbewohnten Eilande und Felseninseln. Die Hauptstadt der Kapverden ist Praia auf der Insel Santiago.
Geografisch werden die Kapverdischen Inseln traditionell in die nördliche Gruppe der Barlavento-Inseln (Inseln über dem Wind) und die südliche Gruppe der Sotavento-Inseln (Inseln unter dem Wind) unterteilt. Während die östlichen Inseln wie Sal und Boa Vista eher flach sind und durch weite Sanddünen sowie kilometerlange Strände geprägt werden, zeigen sich die westlichen und zentralen Inseln wie Santo Antão, Santiago oder Fogo von einer sehr bergigen und schroffen Seite.
Der geologische Ursprung des Archipels zeigt sich besonders eindrucksvoll an dem aktiven Vulkan Pico do Fogo auf der gleichnamigen Insel, der mit 2829 Metern den höchsten Punkt des Landes bildet. Durch diese vulkanische Entstehungsgeschichte wechseln sich auf den Inseln karge Wüstenlandschaften, tiefe Schluchten, spektakuläre Steilküsten und teils überraschend grüne Täler ab.
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Inselwelt der Kapverden
São Vicente
Die eher karge und trockene Insel ist vor allem für ihre pulsierende Kultur und Musikszene bekannt. Das Zentrum bildet die charmante Hafenstadt Mindelo, die als Wiege der kapverdischen Musik gilt und mit kolonialem Flair begeistert. Der Hausberg Monte Verde bietet zudem einen weiten Blick über die Küste.
Santo Antão
Das gebirgige und grüne Santo Antão ist das absolute Wanderparadies und Mountainbike-Mekka mit den tollsten Trails der kapverdischen Inseln. Tiefe, spektakuläre Schluchten wie das Paúl-Tal und steile Klippenpfade prägen ihre atemberaubende Landschaft. Ein absolutes Highlight ist die alte Passstraße Delight, die sich atemberaubend über die Bergkämme schlängelt.
São Nicolau
Eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche und ruhige Insel, die von schroffen Bergketten und fruchtbaren Tälern durchzogen ist. Sie zieht vor allem Wanderer an, die abseits der Touristenpfade die Ursprünglichkeit des Archipels suchen. Zu den Besonderheiten zählt der mystische Drachenbaumwald von Monte Gordo.
Sal
Als flache und stark von Wüstenlandschaften geprägte Insel im Osten ist Sal das Zentrum des klassischen Strandurlaubs. Kilometerlange, helle Sandstrände und stetige Winde machen sie zu einem weltweiten Hotspot für Surfer und Kitesurfer. Eine beliebte Attraktion sind zudem die salzhaltigen, schwebenden Gewässer der alten Salinen von Pedra de Lume.
Boa Vista
Die östlichste Insel der Kapverden besticht durch endlose, helle Sandstrände und eine weitläufige Wüstenlandschaft, die stark an die Sahara erinnert. Sie ist ein bedeutendes Schutzgebiet für Unechte Karettschildkröten, die hier ihre Eier an den Stränden ablegen. Die kleine Inselhauptstadt Sal Rei bietet entspanntes Inselleben und bunte Märkte.
Maio
Diese flache, ruhige und vom Massentourismus weitgehend verschonte Insel im Süden besticht durch weite, einsame Sandstrände und sanfte Akazienwälder. Sie eignet sich hervorragend für Reisende, die absolute Ruhe und unberührte Natur suchen. Im beschaulichen Hauptort Porto Inglés prägen koloniale Gassen und eine entspannte Atmosphäre das Bild.
Santiago
Als größte Insel des Archipels von Cabo Verde vereint Santiago landschaftliche Vielfalt mit der politischen und historischen Wiege des Landes. Hier liegen die geschäftige Hauptstadt Praia sowie im Landesinneren das historische Cidade Velha, die erste koloniale Hauptstadt und ein UNESCO-Weltkulturerbe. Das Inselinnere ist zudem überraschend bergig und landwirtschaftlich fruchtbar.
Fogo
Die dramatische Vulkaninsel wird komplett von der gigantischen Caldera und dem aktiven Stratovulkan Pico do Fogo dominiert. Letzterer ist mit 2829 Metern der höchste Berg des Landes und kann im Rahmen einer anspruchsvollen Tour bestiegen werden. In der riesigen Kratermulde gedeihen in der schwarzen Lava sogar Weinreben für den lokalen Vulkanwein.
Brava
Die kleinste und südlichste der bewohnten Inseln der Kapverden gilt als das blütenreiche Gartenparadies des Archipels. Wegen ihrer steilen, oft nebelverhangenen Hänge ist sie schwerer zugänglich, belohnt Besucher aber mit einer üppigen, fast tropischen Vegetation. Die friedliche Atmosphäre und der traditionelle Lebensstil machen sie zu einem echten Geheimtipp.



